Tinnitus-Therapie
Tinnitus bezeichnet Ohrgeräusche, die ohne äußere Schallquelle wahrgenommen werden, wie Pfeifen, Rauschen oder Zischen. Betroffene können stark unter dieser Symptomatik leiden, insbesondere wenn sie mit Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen oder psychischem Stress einhergeht. Die Ursachen sind vielfältig, häufig liegen ihnen Innenohrschäden, Durchblutungsstörungen oder Stress zugrunde.
Die Diagnose erfolgt durch eine audiologische Untersuchung, die sowohl das Hörvermögen als auch die Tinnitus-Lautstärke und -Tonhöhe erfasst. Eine organische Ursache kann dadurch weitgehend ausgeschlossen werden. Die Therapie richtet sich nach der Schwere des Tinnitus und reicht von der Tinnitus-Refraktärtherapie (TRT) bis hin zur Anwendung von Tinnitus-Maskern, die das Ohrgeräusch mit einem Rauschen überdecken.
Weitere Ansätze umfassen Hörtraining, Entspannungsverfahren und kognitive Verhaltenstherapie, um die Wahrnehmung des Tinnitus zu reduzieren. Eine Kombination aus Hörgerät und Tinnitus-Masker wird oft bei Patienten mit gleichzeitiger Schwerhörigkeit empfohlen. Auch Medikamente wie durchblutungsfördernde Mittel oder bei Bedarf auch Beruhigungsmittel können eingesetzt werden, jedoch nur in Absprache mit dem Arzt.